Der Ortsteil im Westen von Wald umgeben, nach Osten mit Blick über das Dilltal bis in den Raum Gießen, hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung erfahren. Bauwillige, darunter viele Aussiedlerfamilien, fanden hier ihre neue Heimat, bauten Häuser und Wohnungen und ließen die Einwohnerzahlen von 514 im Jahr 1987 auf jetzt 839 steigen.
Erstmals urkundlich im Jahre 1330 erwähnt, war der Ort lange Zeit eher landwirtschaftlich geprägt, aber auch Bergbau und das fast vergessene Häfnerhandwerk gehörten dazu. Wie die anderen Ortsteile fand auch in Gusternhain die Wandlung zu einer Arbeitnehmerwohnsitzgemeinde statt. Erfreulicherweise findet ein Teil der Bewohner noch immer Arbeit in den sich gut entwickelten mittelständischen Betrieben und Unternehmen.
Ein dunkler und tragischer Tag in der Geschichte Gusternhains war der 11.03.1945, wo ein folgenschwererer Bombenangriff, der eigentlich dem Flugplatz galt, 22 Menschenleben forderte und viele Häuser zerstörte oder beschädigte.

