Töpfermuseum Breitscheid

Keramiktradition Breitscheid - immaterielles Kulturerbe der UNESCO: Im Museum trift Tradition auf Moderne. Von Gebrauchskeramik, wie Eierkäsformen, Kannen, Schüsseln und alten Wasserleitungen aus 260 Jahren, über die tönerne Armee der chinesischen Stadt Xian bis hin zur modernen Keramik im 21. Jahrhundert in Raumfahrt und Medizintechnik erlebt der Besucher die Vieleistigkeit des Materials Ton.

Öffnungszeiten:                                                                                                                                                                                                                
Mai - September, jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr oder nach Vereinbarung (Frau Hadmut Hildebrandt, Museumsleitung und Töpfermeisterin, Tel. (0 27 71) 2 24 48).

Eintrittspreise:
Erwachsene, 2,00 Euro, Kinder 1,00 Euro, Führung, 20,00 Euro

Adresse:
Töpfer- und Häfnermuseum, Kirchstraße 27, 35767 Breitscheid

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Töpferkurse - 1. Semester 2020

Unter fachkundiger Anleitung von den Töpferinnen Ramona Georg und Petra Seelhof Klaas werden im Zeitraum
Febr. -  April. 2020
Kurse für Erwachsene und Kinder/Jugendliche angeboten.

Entdecken Sie das Material Ton. Eigene Ideen und Vorstellungen können selbständig bzw. mit Unterstützung umgesetzt werden. Vermittelt wird auch eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. Ob Anfänger oder Geübte - alle sind willkommen.

Jeder Dreh- bzw. Modellierkurs besteht aus 12 Doppelstunden (1 Doppel-Unterrichtsstunde pro Woche = 4 im Monat x 3) bei maximal 8 Teilnehmern und findet wie folgt statt:

  • Kurs 1

    für Erwachsene - Anfänger und Fortgeschrittene
    Beginn: Montag, 03. Febr. von 19:00 - 21:00 Uhr (Warteliste)
  • Kurs 2

    für Kinder und Jugendliche ab 7 Jahre - Anfänger und Fortgeschrittene
    Beginn: Dienstag, 04. Febr. von 15:00 - 17:00 Uhr (Warteliste)
  • Kurs 3

    für Erwachsene - Anfänger und Forgeschrittene
    Beginn: Donnerstag, 06. Febr. von 19:00 - 21:00 Uhr (Warteliste)

Die Kursgebühr beträgt für Erwachsene 100,00 Euro und für schulpflichtige Kinder bis 14 Jahre 65,00 Euro. Geschwisterkider zahlen jeweils 50,00 Euro. Dazu kommen die Materialkosten (sind bar im Museum zu zahlen). Die Erstausstattung erhalten Sie bei Kursbeginn im Museum.

Die Kursgebühr ist bis zum 2. Kurstag fällig.

Informationen und Anmeldungen im Rathaus, Zimmer 7, Frau Reh - Tel. 02777/9133-21 –
Mail kultur@gemeinde-breitscheid.de


Hier geht es zum Anmeldeformular Töpferkurs

 


Virtuelle Tour durchs Töpfermuseum

Museum "Erdbachium - Zentrum für Kalk, Kelten und Kultur"

Neue Wege geht das Museum in Breitscheid-Erdbach seit seiner Wiedereröffnung. Zwar stehen weiterhin die Dauerpräsentationen im Mittelpunkt, zu denen vor allem die Fossilien aus der Devonzeit und die Originalfunde aus keltischer Zeit vor 2500 Jahren gehören. Sie stammen alle aus der unmittelbaren Umgebung, sind dennoch von großer regionaler Bedeutung.

Das zweite Standbein des „Erdbachiums“, wie das Museum jetzt heißt, sollen wechselnde Sonderausstellungen werden. Derzeit ist es dabei, sich zu einem Anlaufpunkt erster Güte für Modellbahner und –bauer zu entwickeln.

Schon seit Ende März zeigt der Driedorfer Karl-Heinz Schwarze seine Module, auf denen er exakt Szenen der einstigen Westerwald-Querbahn nachgebaut hat. Im Mittelpunkt stehen der Bahnhof und die Gleisanlagen seines Wohnortes, wie diese um 1960 aussahen.

Jetzt kommt ein weiteres Thema hinzu, ebenfalls im Maßstab 1:87 und mit starkem Bezug zu unserer Heimat. Lastzüge heimischer Speditionen baut seit über dreißig Jahren Klaus Dieter Bott nach. Von der Lackierung über die Schriftzüge auf den Planen, Koffern und Tanks bis zu den Nummernschildern stimmen sie exakt mit dem großen Vorbild überein. Knapp einhundert seiner Glieder- und Sattelzüge stellt der Medenbacher ab dem 5. Mai im Erdbachium aus. Derzeit sind es vor allem welche der Speditionen Kubo (Breitscheid) und Waldschmidt (Dillenburg).

Ein kleines Hafendiorama fügt der junge Breitscheider Finn Luca Klein zur Ausstellung bei.

Öffnungszeiten:

Jeweils am ersten und am dritten Sonntag im Monat zwischen 14 und 17 Uhr.

Der Fahrbetrieb der Mini-Züge beschränkt sich auf den ersten Sonntag.

Eintrittspreise:

2 Euro, reduziert 1 Euro.

 

-------  AKTUELLES ------

Im Erdbachium wird künftig auch die Sage über die Zwerge und den verschwundenen Bach dargestellt

Breitscheid-Erdbach (ulh). Um eine neue Präsentation reicher ist neuerdings das Erdbachium: Am Sonntag, d. 16. Juni wird erstmals ein knapp drei Quadratmeter großes Diorama der Öffentlichkeit vorgestellt, das an die Sage der Zwerge und dem verschwundenen Bach oberhalb des Dorfes erinnern soll.

Diese Karstlandschaft zwischen Erdbach und der Kerngemeinde Breitscheid hat zu vielerlei geologischen Eigentümlichkeiten geführt. Neben einem großen Höhlensystem, das inzwischen auf über zwölf Kilometern erforscht und vermessen ist, gehört auch der Erdbach dazu, der im Kleingrubenloch am Ortsrand von Erdbach verschwindet und erst wieder am Erdbacher Schützenhaus ans Tageslicht tritt.

Das bildete die Grundlage für eine Sage, die seit Jahrhunderten hier erzählt wird. Wegen Konflikten, die die Breitscheider angeblich mit den hier unterirdisch lebenden Zwergen hatten, nahmen diese ihnen schließlich das Wasser weg, das zuvor in den heißen Monaten die örtlichen Wiesen und Äcker bewässert hatte.

Der Natur- und Vogelschutzverein von Erdbach hatte im letzten Jahr die Idee, dieses Ereignis bildlich nachzustellen. Kinder aus diesem Dorf stellten  im  letzten Jahr im Breitscheider Töpfermuseum Zwerge aus Ton her. Auch die Miniaturlandschaft, in die diese Sagenfiguren platziert wurden, hat ihre eigene Geschichte: Große Teile davon, die die Felsenlandschaft nachahmen sollen, stammen von der prächtigen alten Dorflinde, die vor fünf Jahren in einem Alter von vermutlich 750 Jahren von einem Gewitter zerstört wurde.  Ein etwa drei Meter großer Stumpf blieb stehen – und der ist aus dem Zimmer zu sehen, in dem jetzt die Szenerie aufgebaut ist.

Nicht nur diese Dauerpräsentation ist ab dem kommenden neu zu sehen. Ausgebaut wurde auch die Sonderausstellung mit den Playmobil-Figuren. Während die Dillenburgerin Insa Warfsmann schon bei der Neueröffnung des Museums Ende März gut fünfzig dieser Spielzeug-Menschen aufgebaut hatte, die einen Zug römischer Legionäre darstellen, hat sie jüngst noch weitere Figuren aus ihrem Fundus hinzugefügt. Gemeinsam haben sie alle, dass sie Szenen des einstigen römischen Weltreichs darstellen. Und die Römer wiederum waren vor zweitausend Jahren die dauerhaften Gegenspieler der Kelten, und die siedelten auch nachweislich im Erdbachtal.  Deswegen will das Erdbachium diese bis zum Ende der Saison 2019 präsentieren.

Geöffnet hat das Erdbachium jeden ersten und dritten Sonntag im Monat zwischen 14 und 17 Uhr. Der Eintritt kostet zwei Euro (ermäßigt ein Euro).